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OMEGAMON Configuration Manager – ein Erfahrungsbericht

By Annalisa Cesa posted Thu August 05, 2021 04:07 AM

  

OMEGAMON Configuration Manager – ein Erfahrungsbericht

 

Vor ca. 10 Jahren wurde PARMGEN als neue, effizientere Methode die OMEGAMON Monitoring-Produkte zu konfigurieren, vorgestellt. Dadurch abgelöst wurde ICAT, das IBM Configuration Assistance Tool, das vorher im Einsatz war und wegen der großen Anzahl Jobs die für die Konfiguration notwendig waren kritisiert wurde. ICAT und PARMGEN unterschieden sich radikal im Aufbau und Workflow und der Umstieg fiel nicht immer leicht, deshalb wurden von IBM lange Zeit beide Tools unterstützt.  Seit gut 5 Jahren ist ICAT aber jetzt Geschichte und es wurde nur mehr PARMGEN als alleiniges Tool für die Konfiguration zur Verfügung  gestellt.

Im Bestreben die Produkte kontinuierlich zu verbessern und nach intensiven Besprechungen mit OMEGAMON Administratoren bei den Kunden, wurde vor einem Jahr der IBM Z Monitoring Configuration Manager als Alternative zu PARMGEN eingeführt. Hauptziel war, die für die Konfigurationsarbeiten notwendige Zeit noch weiter zu minimieren und eine Vereinfachung der im PARMGEN notwendigen Arbeitsschritte zu erreichen. Anfangs war der Configuration Manager nur für einen begrenzten Kundenbereich zugänglich, seit Anfang 2021 ist er aber für alle OMEGAMON Kunden verfügbar und kann alternativ zu PARMGEN eingesetzt werden. Siehe dazu APAR OA60562: https://www.ibm.com/support/pages/apar/OA60562

Was unterscheidet jetzt den Configuration Manager von PARMGEN? Da sind vor allem drei Punkte zu nennen, die auch bei der vorausgegangenen Kundenbefragung immer wieder genannt wurden:

  • Batch ONLY, keine spezifischen ISPF Panels. Eine relativ einfache JCL in der über Steuerungsparameter derzeit 5 „Aktionen“ ausgelöst werden können:
    • CREATE – erzeugen einer neuen RTE (RunTimeEnvironment)
    • DISCOVER – Analyse einer LPAR und Übernahme von Parametern für laufende DB2,CICS,IMS und MQ Systeme
    • GENERATE – Erzeugen und erneuern aller notwendigen Parameter-Files
    • MIGRATE – Übernahme einer RTE aus PARMGEN
    • DELETE – Löschen einer RTE

  • Die PARMGEN Parameter gibt es nach wie vor, aber nur die, die vom Default abweichen, werden spezifiert. Es ist dadurch auch schon rein optisch einfacher, die wesentlichen Parameter einer RTE zu erfassen. Alle spezifizierten Parameter aller RTEs stehen in einer neuen PDS-Datei, der RTEDEF-Datei. Die Member sind durch eine klare Namenskonvention strukturiert.

  • GENERATE erzeugt aus den Parametern direkt die Runtime-Umgebung. Im PARMGEN wird ja über $PARSE eine Work-Umgebung erstellt, die dann über „Submit Batch Jobs to complete RTE“ erst fertig gestellt wird.

Im Gegensatz zum Übergang von ICAT zu PARMGEN, damals wurde eine komplett neue Lösung geschaffen, wird diesmal auf Bestehendem aufgebaut. Der Configuration Manager „verwendet“ zu einem großen Teil dieselben Jobs, die auch schon PARMGEN zugrunde liegen. Eine neugeschaffene Workflow-Engine führt die notwendigen Jobs aus, kontrolliert die Return Codes, stoppt bei Problemen und meldet zurück, wenn etwas nicht funktioniert hat. Die Komplexität einer OMEGAMON Konfiguration wird dadurch deutlich reduziert. Ein Beispiel: „Work“-Dateien (WCONFIG,WKANPARU,…) gibt es nach wie vor, aber der User hat damit nichts mehr zu tun.

Die ersten Erfahrungen mit dem Configuration Manager waren durchwegs positiv. Die erforderliche Zeit für das Erstellen oder Clonen einer RTE wird deutlich reduziert, die Arbeitsschritte sind intuitiv und eventuell auftretende Probleme können mit Hilfe des mitlaufenden Workflow Trace leicht gefunden werden. Da man jetzt nicht mehr mit der Fülle von Konfigurationsparametern konfrontiert ist, wird es anfangs immer wieder dazukommen, dass Parameter nicht gesetzt wurden, für die man eigentlich einen vom Default abweichenden Wert setzen sollte. Hier ist jetzt die Produktdokumentation sehr wichtig, damit man schnell die benötigten Parameter findet, in das richtige RTEDEF Member aufnimmt, ein neues GENERATE durchführt und fertig ist die Konfigurationsänderung.

Fazit: Der IBM Z Monitoring Configuration Manager vereinfacht vor allem für Neukunden den Aufwand und die Komplexität des OMEGAMON Roll-outs gewaltig. Aber auch erfahrene PARMGEN User sollten den Configuration Manager einmal ausprobieren, denn die Chance ist groß, dass sie dann gleich dabei bleiben. PARMGEN und Configuration Manager RTEs können nebeneinander existieren, allerdings muss man beim Erstellen  einer RTE entscheiden, welche der beiden Methoden man anwenden will. Eine gleichzeitige Anwendung von PARMGEN und Configuration Manager auf dieselbe RTE ist nicht möglich.

Blog Post von Dieter Hechtberger.

Bei Fragen oder Anmerkungen kontaktieren Sie uns bitte unter zStackTeamDACH@de.ibm.com.

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